29.01.2003

Zeitungsartikel
 
 
Südkurier 19 Juli 2000 Regionalausgabe Triberg
 

Geheimnisvolle Steine ziehen die Menschen an

Die Schalensteine geben viele Rätsel auf -Am Ende einer Exkursion mehr Fragen als Antworten

HornberglGremmelsbach (nv) So erforscht, wie die.Heimat auch sein mag — es gibt immer wieder Dinge, an denen sich Forscher und Wissenschaftler die Zähne ausbeißen. Dinge, die sich einfach einer Erklärung entziehen. Am Beispiel der Schalensteine wird das deutlich.

Einem merkwürdigen, bisher wissenschaftlich ungeklärten Phänomen ging am Samstag, 1. Juli, im Rahmen des Fördervereins Stadtmuseum Homberg — Verein für Heimatgeschichte eine Gruppe von geschichtlich interessierten Heimatfreunden aus Hornberg und aus dem Kinzigtal — unter ihnen auch Doris Schreger-Benz, die darüber vor kurzem in Hornberg einen Lichtbildervortrag gehalten hatte —‚ und der Vorsitzende des archäologischen Arbeitskreises des Historischen Vereins für Mittelbaden, Rolf Pfefferle, nach den an und auf Felsen befindlichen Schalen.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie auf Felsen vorkommen, von denen man eine weite Sicht hat, zum Beispiel auf den Felsen am Hauberg. Wo diese weite Sicht nicht gegeben ist, fehlen die Schalen.

Teilweise ähneln die Gebilde SesseIn, teilweise sind es Becken, in denen sich Regenwasser sammelt. Diese sind alle kreisrund wie mit dem Zirkel gezogen und mit einer Art Abfluss versehen. Auf manchen Felsen kommen mehrere vor. Eine Häufung dieser Steine ist auf der Gersbachhöhe, auf dem Rappenfelsen und im Wald zwischen Uhrenbühl und Rus zu finden. Selbst auf in Wiesen einzeln heraus schauenden Felsen sind solche „Löcher“.

Mit welchen Kräften ein Steinriese mit einem menhirartigen Fels daneben an diese Stelle gewuchtet wurde, überstieg die Phantasie der Betrachter.

Über die Bedeutung, den Zweck und das Alter gibt es keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse. Eine Meinung geht dahin, dass es irgendwelche Auswaschungen, Abschleifungen, Verwitterungen aus einem früheren Erdzeitalter sein könnten.

Den Teilnehmern der Exkursion wollte nicht einleuchten, dass eine solche Häufung des gleichen Phänomens auf engem Raum — dazu mit solcher Ahnlichkeit — von der Natur geschaffen sein könnte. Zumal die Richtung mancher mit dem Sonnenstand zur Zeit der Sommersonnenwende in Beziehung zu bringen ist. In Frage kommt ein Zeitraum von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter.

   
   
 
   
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